Blog vs. Social Media?

In der Web-Gemeinde ist er ein bunter Hund, der Lobo. Nicht zuletzt wegen seiner markanten Frisur. Manche nennen ihn sogar Web-Gott. Ich bevorzuge Lobo. Mitte April gab er mal wieder im Spiegel Online etwas zum besten: unser Web ist nur geborgt!

Dieser Artikel hatte mich einige Wochen lang beschäftigt, doch konnte ich mich irgendwie nicht dazu durchringen das zu kommentieren. Letzten Endes hat mich der Aufruf auf webmasterfriday.de vom letzten Donnerstag doch noch dazu gebracht etwas dazu zu schreiben. Denn Lobo hat recht. Wer von uns kann schon sagen, ob es Facebook oder Twitter oder irgendeine andere Soziale Plattform morgen noch gibt. Was wenn alle unsere Daten und Kontakte von einem Tag zum anderen weg sind?

Facebook ist an der Börse und geht damit ein gewisses Risiko ein. Wenn das in die Hose geht, kann keiner sagen, wie es in Zukunft um den blauen Riesen steht. Jeder Account kann von den Plattform-Betreibern jeder Zeit ohne Angabe von Gründen gesperrt werden. Und dann?

Ich nutze diese Sozialen Netzwerke ja äußerst gerne. Sie bieten einem eine hervorragende Möglichkeit sich mit Freunden und Bekannten auszutauschen, zu organisieren, zu diskutieren oder auch einfach nur einen Plausch zu halten. Auf Twitter kann man jeden sinnigen und unsinnigen Gedanken festhalten und veröffentlichen. Ob das immer gut oder schlecht ist steht auf einem anderen Blatt. Und doch hat man letzten Endes nur bedingt eine Kontrolle über diese Daten. Immer muss man ein Auge auf die “Datenverwendungsrichtlinien” oder Allgemeinen Geschäftsbedingungen werfen.

Linkverteiler

Sicherlich ist es nicht leicht einen eigenen Blog zu betreiben und vor allem: es ist nicht umsonst. Aber hier kann man wirklich das tun, was man auf anderen Plattformen nicht tun darf oder soll. Vor allem sich auch mal kritisch mit eben diesen Plattformen auseinander setzen. Oder seine eigenen “Datenverwendungsrichtlinien” anwenden…

Aber es hat auch einfach Vorteile im Social Media aktiv zu sein. Die meisten Leute, die diesen Blog hier lesen, kommen von einem Sozialen Netzwerk. Warum? Weil ich jeden Beitrag darüber verteile. Ist doch klar, wenn man schon einen kostenlosen Verteiler hat, sollte man diesen auch nutzen. Für das Teilen in Sozialen Netzwerken muss man keine AGB erstellen oder die Zustimmung für Empfang von Werbung einholen. Man steht nicht mit einem Bein im Gerichtssaal. Naja, außer bei Facebook… ;)

Es ist auf jeden Fall nicht jeder Manns Sache eine eigene Web-Präsenz zu betreiben. Das nötige Hintergrundwissen ist auf jeden Fall notwendig. Wenn man jedoch darauf verzichtet und sich auf die Konzerne hinter den Sozialen Netzwerken verlässt, dann ist man verlassen. Spätestens wenn dann, wenn sie alle Informationen aus dir herausgepresst haben und du nichts brauchbares mehr bieten kannst…

kkthxbb