Wenn man mich ein wenig kennt, weiß man, dass ich eine “Frostbeule” bin. Schon die kleinste kälte bringt mich zum frieren. Aber jetzt habe ich auch noch einen weiteren Grund die kälte zu meiden. Wie t3n nun aus einem finnischen Magazin berichtet, geht es meinem Handy nicht anders.

Die niedrigen Temperaturen verlangsamen die chemischen Reaktionen im Akku und legen das Smartphone irgendwann komplett lahm. Auch LCD Displays sind anfällig für leichte Minus-Grade, so wie wir sie im Moment bei uns haben.

In einem Test wurde von Finnen geprüft, welches Smartphone am längsten bei Minus-Temperaturen durchhält. Dabei wurde dann festgestellt, dass der Akku das Hauptproblem für alle Smartphones darstellt. Grund dafür sind die chemischen Reaktionen für die Generierung von Energie. Es wird ab einem gewissen Punkt nicht ausreichend Strom erzeugt um das Gerät weiterhin zu betreiben und das Smartphone schaltet sich ab.

Das aus dem sonnigen Kalifornien stammende iPhone 4S hat erste Erscheinungen bereits bei -5°C, mit einem SIM-Karten Fehler. Das Nokia N9 meldet bereits bei dieser Temperatur einen leeren Akku und geht aus.

Bei -10°C ist es dann endgültig vorbei für das iPhone 4S, der Akku ist kalt gestellt. Die LCD Displays der Smartphones fangen bei dieser Temperatur langsam an Probleme zu bereiten, die Geräte laufen aber noch weiter.

Die meisten Smartphones gehen bei Temperaturen zwischen -15°C und -20°C aus. Bis auf einige Nokia Telefone und dem Samsung Galaxy SII hält es kein Gerät länger aus. Das Samsung Gerät hält sich bis -30°C, muss dann aber auch aus gehen.

Was aber bedeutet der Test in der Praxis? Nun im Grunde bedeutet er nicht viel, denn selbst bei Temperaturen bis zu -25°C sind die Geräte meist in der Tasche oder unter Leistung. Das heißt, dass sie sowohl über unsere Körperwärme gewärmt werden als auch über die selbst produzierte Abwärme. Will man sein Telefon aber in der Antarktis oder in Sibirien verwenden, dann sollte man sich Gedanken machen, wie man das Gerät sinnvoll warm halten kann, damit der Akku nicht einfriert.

Kritisch wird es aber für LCD Displays. Diese sollte man nach Möglichkeit nicht lange an der frischen Luft lassen, denn die Flüssigkristalle könnten vorübergehende Probleme bei der Darstellung bekommen oder sehr langsam reagieren. Deshalb solltet ihr das Smartphone besser mal in der Tasche lassen!

kkthxbb